Erste Hilfe
Nach einer Beißerei sollten die beteiligten Hunde gründlich auf Verletzungen untersucht werden. Bei starkem Bluten sollte auf die Wunde ein Druckverband angelegt werden. Wenn dieser Verband durchblutet, sofort einen neuen Verband darüber legen. Nur im äußersten Notfall, wenn 3 Druckverbände durchgeblutet sind, abbinden. Durch Abbinden können irreversible Schäden entstehen..Die Abbindung darf nicht länger als 15 Minuten bleiben, dann muß sie für ca. 3 Minuten gelockert werden. . Druckverband: Man legt eine ausgepackte Mullbinde auf die Wunde und drückt sie mit einer aufgewickelten Binde fest auf die Wunde. Den Verband nicht entfernen, wenn er durchgeblutet ist, sondern einen weiteren darüberlegen, sonst wird die Wunde wieder aufgerissen. Wundversorgung: Schutz des verletzten Körperteiles vor weiterer Verschmutzung. Verletzung kühlen, um Schmerzen zu mindern und Gewebsschwellung zu minimieren. Besonders sorgfältig muß man kleine Hunde, die von größeren gebissen wurden, untersuchen. Hier können punktförmige, einzelne Bißwunden durch das Schütteln des großen Hundes zu schwersten Verletzungen führen. Durch das Schütteln kann sich die Haut in großer Fläche von der Unterhaut lösen und der so entstandene Hohlraum durch den Biß infizieren. Dies kann dann zum Absterben von großen Hautbezirken führen. Im Bereich des Brustkorbes kann durch das Schütteln die Zwischenrippenmuskulatur zerrissen werden und die Lunge verletzt werden. Dies wird durch Luft, die sich unter der Haut sammelt, offensichtlich. In diesem Fall besteht genauso Lebensgefahr, wie wenn die Lunge durch eine größere Wunde sichtbar freiliegt und hierdurch Luft in den Brustkorb einströmt. Da hierbei die Lunge zusammenfällt, muß die Wunde mit einer Plastiktüte und Verband so schnell wie möglich luftdicht verschlossen werden. Im Bauchbereich sind durch das Schütteln schwere Bauchbrüche keine Seltenheit. Jede Bißwunde ist als infiziert anzusehen.